Brand im Fersehshop Erben
LANDESKRIMINALAMT ERMITTELT
Brandstiftung nicht ausgeschlossen
Auf rund 150 000 Mark schätzt die Kriminalpolizei den Sachschaden, der bei einem Brand am frühen Donnerstag morgen in einem Naumburger Fernsehgeschäft entstand.
Naumburg Gegen 1.40 Uhr war die Nach rum: Anwohner in der Unteren Straße / Ecke Burgstraße wachten durch die dumpfen Schläge in der Nachbarschaft auf. Im gegenüberliegenden Fernsehgeschäft zerplatzten in der Hitze eines Brandes im Lagerraum Fernsehbildröhren. Gleichzeitig setzte das Heulen der Alarmanlage ein. Die sofort alarmierte Feuerwehr benötigte keine vier Minuten, um mit dem ersten Fahrzeug am Einsatzort zu sein, der Wagen hat Bereitschaft an der Naumburger Stadthalle im Burghain, wo gleichen Zeit eine Disco tobt.
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Die Wehrmänner brechen zunächst die Eingangstür auf, mit schwerem Atemschutz wird in den völlig verqualmten Räumen der Innenangriff vorgenommen. Zur Burgstraße hin werden die Schaufensterscheiben eingeschlagen, damit der Rauch abziehen kann. Wenig später werden die restlichen Rauchschwaden mit einem Druckbelüfter der Elbenberger Wehr herausgeblasen. Der Brand ist zu diesem Zeitpunkt bereits gelöscht.
Schnelles Eingreifen
Obwohl durch das schnelle der Feuerwehr der Gebäudeschaden an dem Fachwerkhaus in Ganzen gehalten werden konnte, ist der Sachschaden im Geschäft beträchtlich: Die Kripo schätzt in auf rund 150 000 Mark. Das Geschäft ist samt Inventar durch Rußablagerungen in Mitleidenschaft gezogen worden.
Im Dunkeln tappen die Beamten noch beim Ermitteln der Brandursache. Brandstiftung wird von der Polizei nicht ausgeschlossen. Gestern wurde der Brandort von einem Sachverständigen des Landeskriminalamtes untersucht. Kripo-Sprecher Kantwill zu den ersten Erkenntnissen: "Es liegen keine Einbruchspuren vor".
Hinweise, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, insbesondere über verdächtige Beobachtungen vor den Brandausbruch, nehmen die Kasseler Kripo (0561/9100) und die Wolfhager Polizeistation (05692/341) entgegen.
Bericht aus HNA am 14. Mai 1994